Eine Mutter und ein Vater, mit verquollenen Augen + die berühmte Therapeutin mit knurrendem Magen + das kleine Wesen, dem man den Namen Lily gegeben hat =Ein Gedankenkarussel, welches aus den Fugen gerät und Knochen bricht.
Wenn ich all meine Kräfte bündele und endlich laut schreie, könnte ich die Katastrophe noch abwenden.
Oder ich übergebe meinen Körper einfach den Betreuern, lasse meine Eltern ihr Leben weiter leben und gebe Meines endgültig ab.
Die Entscheidung wartet auf mich, wenn ich sie nicht treffe, werde ich irgendwann einfach liegen bleiben und verhungern.
Mich nicht mehr aufraffen, in die Schule zu gehen und etwas zu essen.
Eine Mutter und ein Vater mit verquollenen Augen reißen mir die Arme ab, jeder von einer Seite, die Eine sagt "Soloft" und "Xanax", der Andere schwört auf neurologische Untersuchungen.
Sie streiten. Wofür?
Die berühmte Therapeutin mit knurrendem Magen möchte sie aus der Familie herausnehmen, nimmt Wörter wie "Betreutes Wohnen" und "Psychiatrie" in den Mund.
Ihre Stimme ist leise, brennt ihre Wörter jedoch in ihren Kopf hinein.
Das kleine Wesen, dem man dem Namen Lily gegeben hat, das Mädchen, dass sich hinter dem Pseudonym Bell versteckt, weiß nicht mehr, was es tun soll.
Sie ist noch keine 14, sie kann zwar Dinge anstoßen, lenken jedoch nicht.

4 Kommentare:
:s
Ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll ;x
Ich weiß nur, dass ich es irgendwie verdammt traurig finde... ♥
Das ist krank...
bezogen auf deinen Post und die Tatsache das ich dein Desktop Hintergrund bin :)
wo machen wir das alles eigl. am 11.11? :)
Ich weiß nicht, ob das nicht eine verrückte Tatsache ist, aber: Ich liebe deinen Schreibstil, wie du schreibst, es hat etwas traurig faszinierendes.
Es tut auf merkwürdige Weise weh, lesen zu müssen, wie es dich zerreisst, auch wenn ich nie zuvor etwas von dir gehört habe.
Lass dich nicht zerreissen.
Geh deinen Weg.
Tu nicht das, was andere dir "befehlen", tu das, was du für richtig hälst, was dir hilft.
Willst du in die Psychiatrie?
Alles Liebe
Victoria
Danke für dein nettes Lob, so etwas hört man immer gerne.
Die Psychiatrie war zuvor immer eine Notfall-Option, aber da ich dort vor einem jahr sehr viele negative Erfahrungen gemacht habe, hat sich das geändert.
Nach 4 Monaten ohne Erfolge (das Einzige, was ich erkannt habe war, dass meine Eltern mich lieben und dazu braucht man nicht unbedingt eine Psychiatrie) glaube ich nicht mehr, dass mir eine Woche dort groß helfen würde...
Momentan erkunde ich mich noch, was Medikamente und Wohngruppe angeht, aber ich denke, dass Medikamente am Besten sind.
Als (fast) 14-jährige ist das bestimmt nicht leicht und ich habe große Angst davor, nur unterdrückt und terrorisiert zu werden.
Falls ich jedoch merke, dass es zu Hause nicht mehr geht, werde ich mich sofort für diese Möglichkeit entscheiden.
Meine Eltern sind jedoch dagegen, da sie der Meinung sind, die Familie sei nicht daran schuld und vom Jugendamt möchte ich mich eigentlich nicht aus der Familie holen lassen...
Das ist jetzt eine riesige Entscheidung. Nächste Woche Mittwoch (mein Geburtstag) habe ich Therapie, dort wird das alles ein bisschen klarer werden.
Lieber Gruß
Bell
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