25.9.11

I have lost my mind.

“Is there no way out of the mind?”
Sylvia Plath 
Pesto-Rückstände kann man zwischen den Zähnen erkennen, zusammen mit einer klebrigen, breiartigen Masse, aha, sie hatte also vor ihrem Tod gekotzt.
Weitgeöffnete Augen, Erde unter den Fingernägeln, liegt sie dort, umgeben von den Blumen, die sie zuvor geflückt hatte.
Auf Pillen, von denen sie weder die Zusammensetzung, noch die Wirkungen kannte.
Das Grab hatte sie ausgegraben, in dem ihre Gedanken und das Karussel mit den Alpträumen, endlich ihre Ruhe bekommen würden.
Fliegen, Abstürzen, eingebettet in Kotze, in Scheiße, im Dreck, endlich würden die grauen Farben verschwinden.
So ein tolles Gefühl würde es sein, wenn sie erst einmal alles mit dem Wasser, dass sie sich extra zuvor für 1,20 € gekauft hatte, herunter gespült hatte und dort lag, irgendwo, vielleicht auf der Straße im Wald oder zu Hause.
Gezittert hatte sie auch, die Kontrolle bewusst von sich zu schieben, das war etwas völlig neues, normalerweise steuerte man sie, ohne dass sie etwas bemerkte.
An Freunde, Familie, andere Leute zu denken, ist schmerzhaft, vor allem, wenn man dort barfuß, in einem Nachthemd, mit weißen und blauen Pillen in der Hand, im Wald direkt neben der verlassenen Hütte, in der sie früher gerne Verstecken gespielt hatte, steht.
Aus dem Wald hatte dieses besondere Mädchen nicht geschafft, ein paar Meter enfernt von der Hütte hatte man sie gefunden.
Lächelnd, eingebettet in Erde, in Wolken und in Freude, selbst bestattet, ohne ein Stück Leben in ihrem Körper...

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