3.9.11

There's pressure on my hips.

Zwei machen sich aus dem Staub, nachdem sie mich eine halbe Stunde warten lassen haben.
Um Kippen zu kaufen, brauch ich nicht.
Es reicht, nach dem Nicht-Essen, dem Nicht-Leben süchtig zu sein.
Melli kommt, sie ist wunderbar, nicht so jemand, der nur da ist, um Spaß zu haben.
Wir alle haben unsere Geheimnisse, unsere Gründe, manche vergessen eben, dass sie nicht damit alleine sein müssen.
Der Tag verläuft gut, Worte sprudeln nur so vor Freude.
Mein Körper isst, mein Kopf nicht.
Der klammert sich krankhaft an seinen Idealen fest,ist am einfachsten.
Alstervergnügen hängt mir aus dem Hals, das Badumm des Schlagzeugs, sowie den kandierten Äpfeln, die ich mir als kleines Kind immer wieder gekauft habe, nur um fest zu stellen, dass sie mir nicht schmecken.
Bei Weiland kommt Ruhe ein, Melli liest ähnlichen Kram wie ich, aber 'Immer tiefer' löst einen Strudel von Erinnerungen aus seinen Fesseln.
Damit hat alles angefangen, ich war in der zweiten Klasse und habe mir ein Ticket in die Hölle gekauft.
Wenn ich ganz ehrlich bin, war schon vorher ein Sprung in meinem Kopf, aber aufgebrochen ist er, als ich mir dieses Buch gekauft habe.
Zusammen fahren wir noch bis Altona, dort steige ich aus, nehme den Bus, als ich in den Garten komme, kann ich schon das Grillfleisch riechen.
Esse, was gegessen werden muss,erzähle, was erzählt werden muss.
Einen Horrorfilm möchte ich sehen, meine Schwester ist nicht da und auf die meisten Filme habe ich keine Lust.
'Crazies, The Village, Wolf Creek, schlage ich vor.
'Der Pate, Brothers, Der Fluch des Schwarzen Falken', schlagen sie vor.
Nein, doch kein Film, auf einmal habe ich zur gar nichts mehr Lust.
Mit ist nach Sterben zu Mute, Farben verpissen sich in die viel zu heiße Luft, durch mein Fenster.
Setze mich auf die Fensterbank und lese 'Rotkäppchen muss weinen' und weine tatsächlich, obwohl ich nicht Rotkäppchen bin.
Genauso wenig wie ich Superwoman bin, oder Thinderella.
Wenn man genau nachdenkt, bin ich nichts, außer einem Kopf mit Gedanken, die sich so lange ansammeln, bis er platzt.


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