25.10.11

Insomnia

Nächte, vollgestopft mit Alpträumen, blutende Fesseln und knurrende Bäuchen, die nur mit den Pillen Ruhe geben.
Über mir ein trampelndes Monster und eine beunruhigend dröhnende Stimme, die versucht, es zu zähmen.
Ein Bad voll Zucker, um gierige Mäuler zu stopfen, ha, jetzt seid ihr neidisch!

Wenn ich mich auf die Worte konzentriere, fließen sie hinunter, in meinen Schoss und steigen danach zur Decke auf.
Alles dreht sich, wenn ich mich blamiere, denn dann steckt mich jemand in eine Schneekugel und schüttelt.
Andere machen Sit-ups, essen nur eine Hand voll, ich heule mindestens zehn Mal am Tag.
Die Spiegelsprecherin skalpiert mein Gehirn, damit die Blutsauger endlich ihren Platz einnehmen und durch die Rillen kriechen, so dass der Kies knirscht wie Schnee und die Bäume braun werden wie das Erbrochene, dass unter meinen Fingernägeln schläft.

Das nächste Mal nehme ich lieber die langen gelben Pillen, statt denen, die mir der 08/15-Gangster in die Hand gedrückt hat.


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